Die Modernisierung oder Sanierung von Altbauten ist ein interessantes, aber auch komplexes Spezialgebiet für Architekten. Und wenn wir heute von Modernisierung sprechen, so meinen wir energieeffizientes Modernisieren, d.h. die konsequente Minimierung von Energieverlusten durch geeignete bauliche Maßnahmen.
Prinzipiell unterscheidet man bei Heizenergieverlusten in Gebäuden zwischen Lüftungswärmeverlusten und Transmissionsverlusten.
Der erste Fall beschreibt den unerwünschten Austausch von erwärmter Raumluft durch kalte Aussenluft über Einbaufugen im Dachstuhl, zwischen Dach und Mauerwerk und natürlich auch über nicht dicht schließende Türen und Fenster.
Beim derzeitigen Gebäudebestand bilden die Lüftungswärmeverluste ca. ein Viertel aller Heizenergieverluste.
Die verbleibenden Wärmeverluste (Transmissions-verluste) verteilen sich anteilig auf:
oberste Geschossdecke
Dach Wände
Kellerdecke und Erdreich
Fenster
Wobei die Höhe der jeweiligen Anteile im Hinblick auf Gebäudetyp und Alter variieren. Darüber hinaus müssen auch Verluste durch ungenutzte Heizenergie aus veralteten Brennanlagen berücksichtigt werden.
Der weltweite heutige CO2-Ausstoß würde sich nach dem gegenwärtigen Trend des Weltenergiebedarfs bis zum Jahr 2040 verdoppeln, müsste aber zur Stabilisierung des Erdklimas in diesem Zeitraum mindestens halbiert werden.